Die Holzstricknadel oder warum ich Socken nicht auf Metallnadeln stricke

In meinem Artikel „Die richtige Stricknadel finden“ bin ich ja schon auf die unterschiedlichen Stricknadel-Materialien eingegangen. Hier möchte ich über die Vor- und Nachteile von Holzstricknadeln schreiben. Ich habe das Symphonie Rose und das Royale Set von KnitPro bereits getestet. Weiteres hierzu kannst Du gerne in den einzelnen Artikeln dazu nachlesen. Nun aber erst einmal allgemein zum Thema Holzstricknadeln.

Holz ist nicht gleich Holz. Es gibt ganz einfache Holzstricknadeln, die man zum Teil in sehr großer Stückzahl günstig kaufen kann (zumindest bei dem einen oder anderen Online-Händler). Dann gibt es die, wie ich sagen würde, mittelpreisigen, die es schon in gut sortierten Kaufhäusern gibt. Für jeden, der gerne etwas edles haben möchte, gibt es dann noch die richtig schönen, toll verarbeiteten Holznadeln, zum Beispiel wie die, die ich getestet habe von der Firma KnitPro.

Die positivste Eigenschaft einer Holznadeln ist für mich, dass sie angenehm warm in der Hand liegt. Ich liebe einfach das Gefühl und die Griffigkeit von Holz. Hier wäre mein Tipp, einfach mal die unterschiedlichen Holznadeln anfassen. Es gibt hier nicht nur Unterschiede im Material, sondern auch im Gewicht. Die Bambusnadeln zum Beispiel sind sehr leicht. Nicht jeder mag es mit sehr leichten Nadeln zu stricken. Für manche Menschen, mich eingeschlossen, darf die Nadel schon etwas schwerer in der Hand liegen. Holzstricknadeln sollen auch für Menschen, die unter Rheuma oder ähnlichen Gelenkerkrankungen leiden, besonders angenehm sein. Es heißt, sie hätten beim Stricken mit einer Holznadel keine Beschwerden mehr. Ob die Holznadeln wirklich eine heilende Wirkung haben, kann ich leider nicht beurteilen, zum Glück habe ich kein Rheuma 😉 Ein für mich ein absolut riesengroßer Vorteil der Holznadel ist, dass beim Stricken mit einem Nadelspiel die Wolle nicht von der Nadel rutscht!

Spielstricknadel aus Holz der Firma KnitPro

Jeder der schon einmal mit einem Nadelspiel gestrickt hat weiß, dass bei den gerade nicht benutzten Nadeln, vor allem bei größeren Metallnadeln, die Gefahr besteht, dass die Maschen herunterrutschen und dies von 2 Seiten! Wenn man noch eine glatte Wolle verwendet, dann kann dies dazu führen, dass das Stricken nicht mehr so flüssig läuft und wirklich keinen Spaß mehr macht! Ich habe früher nicht gerne mit Spielstricknadeln gestrickt, weil ich nur die Metallnadeln kannte. Seit ich mein erstes Holzstricknadel-Spiel habe macht es mir wieder richtig viel Spaß! Deshalb stricke ich so gut wie nie mit Metall-Nadelspielen. Ein leider immer mal wieder vorkommender Nachteil der Holznadeln, mir speziell aufgefallen bei Nadelspielen, auch hochwertiger Nadeln, ist dass sie ab und an etwas splittern und sich die Wolle dann darin verhaken kann.

Dies ist mir allerdings bei meinen ca. 15 Holznadelspielen erst ein- oder zweimal passiert. Beim Stricken mit strukturierter oder voluminöser Wolle kann es manchmal dazu kommen, dass die Holznadel etwas bremst. Wenn Du das Gefühl hast, dann würde ich für diese Wolle ein anderes Nadelmaterial empfehlen. Sehr dünne Holznadeln können leider auch immer mal brechen. Speziell in den Stärken bis 3mm. Einige Hersteller haben hier bereits vorgesorgt, sie haben in ihren Sets eine Ersatznadel dabei. Für alle von Euch, die bisher also noch nicht mit Holznadeln gestrickt haben, kann ich nur empfehlen es einfach mal auszuprobieren. Mir macht es einen riesen Spaß! Einzelne Sets habe ich, wie bereits erwähnt, schon getestet. Wenn Du Lust hast, dann lies dazu einfach meine anderen Artikel!

2016-12-08T19:33:45+00:00

3 Comments

  1. Julia 24. Januar 2017 at 20:08 - Reply

    Ich leider zwar mit meinen 31 Jahren nicht an Rheuma, aber auch ich bevorzuge Holznadeln. Als begeisterte Sockenstrickerin habe ich Metallnadeln benutzt, bin dann aber schnell zu Holznadeln gewechselt (keine Ahnung warum, aber ich probiere unglaublich gerne neue Nadeln aus) und bin dann erstmal dabei geblieben. Als ich dann die Zing-Nadeln und andere Metall-Nadeln wieder ausprobiert habe, ist mir aufgefallen, dass mir viel schneller die Hände und Arme wehtun. Zurück zu den Holznadeln wurde es wieder besser. Ich glaube, dass es daran liegt, dass Holz etwas mehr nachgibt und weicher ist. Ich stricke sehr fest und vielleicht entlastet es dadurch meine Hände. Ich bin felsenfest davon überzeugt, da ich unterwegs immer mal wieder Metallnadeln ausprobiert habe.
    Liebe Grüße!

    • mp-christina 29. Januar 2017 at 16:04 - Reply

      Liebe Julia,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich denke auch, dass Holz viele Vorteile hat, da es ja auch ein tolles Naturprodukt ist. Bei mir ist das immer phasenweise unterschiedlich. Aktuell stricke ich sehr gerne mit Metallnadeln und habe da aktuell auch einen Favoriten, zu dem ich demnächst noch einen Artikel schreiben werden!
      Liebe Grüße
      Christina

  2. Gunhild Maria Brunheim 17. Januar 2018 at 16:51 - Reply

    Hallo Strickfrauen und -männer 🙂
    ich verwende bei Strickspielen seit Jahrzehnten nur noch Holznadeln, auch dünnere. Rosenholz bin ich gewohnt, probierte neulich auch Bambus als Rundnadel. Holz ist einfach geschmeidiger und seidiger als Metall, und es hat seine eigene, natürliche Energie, die wahrscheinlich zum Wohlfühlen beim Stricken entscheidend beiträgt. Alle weiteren technischen Einzelheiten wurden hier schon genannt. Rosenholzliche Grüße, Gunhild Maria aus Rosenheim

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